Rentenversicherungspflicht für Selbstständige

17.04.2019
Sicherlich habt ihr in letzter Zeit die Beiträge in den Medien zu der geplanten Rentenversicherungspflicht für Selbstständige mitbekommen.
Nun, ein schwieriges Thema. Als Versicherungsmaklerin sehe ich, dass die Deutsche Rentenversicherung nicht unbedingt das optimale Ergebnis liefert und die Situation von Jahr zu Jahr schwieriger wird. Wir haben nun mal immer mehr Rentner und immer weniger Arbeitende, genauso werden wir immer älter, womit die Renten immer länger bezogen werden.
Wenn wir über Versorgungswerke sprechen, müssen wir berücksichtigen, dass je mehr wir auf Berufsgruppen unterteilen, desto kleiner der Versichertenkollektiv wird und somit wird es ineffizienter und riskanten.
Da es immer wieder vorkommt, dass manche Selbstständige mit dem Renteneintritt wirklich ohne nix da stehen, bin ich für eine Versicherungspflicht. Allerdings sollte hier auch, wie seit Kurzen bei der freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung, auf die tatsächliche Einkommenssituation geschaut werden, damit die Beiträge tragbar und flexibel sind.
Klar, wer schlau ist, sorgt selbst ausreichend vor. Um aber das Bewusstsein für die Altersvorsorge zu schaffen, wäre eine „Basis“-Rentenversicherungspflicht sinnvoll. Damit zusammenhängend muss sichergestellt werden, dass die private Altersvorsorge an die Rentenversicherungspflicht angerechnet wird, damit die bereits aktiven nicht benachteiligt werden.
Die meisten Selbstständige haben ihre Freiheit bewusst gewählt, somit wäre es schön, wenn sie auch selbst entscheiden könnten, welchem Institut sie ihr Vertrauen für ihre Altersvorsorge schenken.