Altersarmut ist weiblich

13.12.2017

In der letzten Zeit ist das Thema der Altersarmut und finanziellen Abhängigkeit der Frauen von ihren Männern immer häufiger anzutreffen. Der Staat tut auch einiges, um dieses zu unterstützen, beziehungsweise die Frauen daran zu hindern, aus diesem Muster auszubrechen. Ich spreche hier in erster Linie vom Ehegattensplitting. Mir ist klar, dass es auch noch viele andere Faktoren gibt, die dazu gehören, wie die geringere Entlohnung der Frauenarbeit, fehlende Kinderbetreuung etc,, aber auf diese werde ich in einem anderen Artikel eingehen. Die Auswirkungen vom Ehegattensplitting sind verheerend: zu kleine Altersversorgungsansprüche, Verzicht auf Karriere und damit auch auf höheres Einkommen, Verzicht auf gesellschaftliche Stellung, Minderung des Selbstbewusstseins, Abhängigkeit, um nur einige zu nennen.

Ehegattensplitting vermittelt den Frauen: du bist weniger wert als ein Mann.

Wieso fließen jährlich über 30 Milliarden EUR Steuergelder in ein System, das Frauen davon abhält, eigene Altersversorgungsansprüche zu erarbeiten?

Der Sender NDR hat hierzu eine Reportage „Frauen in der Rentenfalle“ veröffentlicht. Diese 45 Minuten sind es wert angeschaut zu werden. Ich bin mir sicher – Du kennst mindestens 5 Frauen, die keine Vollzeitstelle aufgrund von Kindererziehung oder „dem Ehemann den Rücken frei halten“ oder „so ist es steuerlich günstiger“ hat. Somit kennst du auch mindestens 5 Frauen, die mit größter Wahrscheinlichkeit in der Altersarmut enden werden. Oder bist Du sogar eine davon?

Die Altersarmut ist weiblich.

Hat jedoch mit Weiblichkeit gar nichts zu tun. Bei aller Liebe – das Thema Finanzen, Absicherung und Vorsorge ist von beiden Partnern zu besprechen und von beiden Seiten zu beleuchten. Es kann nicht sein, dass sich einer (wenn auch gesellschaftlich unterstützt) „aufopfert“ und der andere davon profitiert. Es gibt immer eine Lösung, aber zuerst muss sich Frau des Problems überhaupt bewusst werden. Ich habe mich als Versicherungsmaklerin bewusst auf Frauen spezialisiert, denn es ist mein Herzenswunsch, an diesem System was zu ändern und möglichst vielen Frauen zu helfen, nicht in der Altersarmut zu enden. Bitte helft mir, indem ihr dieses Video anschaut und teilt! Vielen herzlichen Dank!

 

PS: wer sich in dem Thema weiter vertiefen möchte, dem empfehle ich wärmstens das ebenfalls in der Reportage erwähnte Buch Ein Mann ist keine Altersvorsorge von Helma Sick und Renate Schmidt.

 

Altersarmut ist weiblich

Altersarmut ist weiblich